Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept der Evangelischen Landeskirche in Baden

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Unser Ziel: Minus 40% CO2 bis 2020

Die Bewahrung der Schöpfung gehört zu unserem christlichen Grundverständnis. In ihren „Ökologischen Leitlinien“ hat die Evangelische Landeskirche in Baden Umwelt- und Klimaschutz als ihre Kernaufgaben festgeschrieben. Diese wurden im April 2003 durch die Landessynode, dem höchsten Entscheidungsgremium der Landeskirche, verabschiedet. In ihrem Klimaschutzkonzept hat sich die badische Landeskirche das Ziel gesetzt, bis 2020 die CO2 –Emissionen um 40% zu senken.  Bis 2016 konnten die Emissionen bereits um 29 % reduziert werden. Einen ausführlichen Überblick über die Bilanzierungsmethodik können Sie im Energie- und Klimabericht für die Jahre 2011-2015 nachlesen. Sie finden diesen und die Broschüren zum Klimaschutzkonzept im Menüpunkt Download.

Das Büro für Umwelt und Energie (BUE) koordiniert die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts innerhalb der Landeskirche. Wir präsentieren den Sachstand beim Klimaschutz auf allen Ebenen der Landeskirche, aber auch bundesweit, zum Beispiel auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und den Gremien der EKD. Wir beteiligen uns maßgeblich am Austausch der Klimaschutzmanager. Speziell in Baden-Württemberg existiert eine Zusammenarbeit sowohl mit der württembergischen Landeskirche als auch eine intensive ökumenische Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Freiburg.

VOM REDEN ZUM TUn: Die Klimaschutz-Instrumente

Ein wichtiges Prinzip für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes lautet: Überzeugung statt Zwang – die Kirchengemeinden sollen sich freiwillig am Energie- und Umweltschutz beteiligen. Um unsere Ziele zu erreichen setzen wir folgende Beratungsangebote für Pfarrgemeinden und Kirchengemeinden ein:

Weitere Maßnahmen sind die Umstellung auf regenerativen Strom, energetische Gebäudesanierung und umweltschonendes Bauen.

Glaubwürdig handeln: Unsere aktiven Kirchengemeinden

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)
Quelle: Pia Grättinger
Quelle: Kouba, Schwarzwälder Bote
Quelle: Umweltteam Neckargemünd

Am Umweltmanagementsystem Grüner Gockel beteiligen sich über 120 Kirchengemeinden in Baden. Knapp 100 Kirchengemeinden nehmen mit der Heizungsoptimierung die Heizungssteuerung unter die Lupe. Über 220 Kirchengemeinden nutzten den Energiecheck Sparflamme für einen Einstieg ins Energiesparen. In jedem „BUE-Newsletter“ aktualisieren wir diese Zahlen. Eine geographische Übersicht über die aktiv am Klimaschutz beteiligten Kirchengemeinden finden Sie auf der Gis-Karte Grüner Gockel und Sparflamme.

Unsere Förderer

Das Bundesumweltministerium würdigte die Qualität und Zielsetzung des Klimaschutzkonzepts im Rahmen seiner Nationalen Klimaschutzinitiative. Von November 2010 bis November 2013 förderte die Nationale Klimaschutzinitiative mit einer Co-Finanzierung von eineinhalb Personalstellen erstmalig eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ab Dezember 2013 wurde die Förderung im Rahmen des Anschlussprojekts "Stellen für Klimaschutzmanagement: Beratende Begleitung bei der weiterführenden Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Evangelischen Landeskirche in Baden" erneut mit einer Co-Finanzierung von eineinhalb Personalstellen für weitere 2 Jahre fortgesetzt. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) finanziert zwei Vollzeitstellen dauerhaft und sichert so die Kontinuität bis 2020.

Unsere Kooperationen

Frieden und Gerechtigkeit gehen Hand in Hand mit Umwelt- und Klimaschutz. Vernetzung auf allen Ebenen und zwischen den Organisationen ist dringlich, um die gemeinsamen Anliegen voranzubringen. Zwei Beispiele: Die Landeskirche ist Mitglied in der Klima-Allianz Deutschland und die einzelnen Beauftragten für Umweltschutz in den evangelischen Gliedkirchen der EKD haben sich zur Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten zusammengeschlossen. Innerhalb der badischen Landeskirche nutzen wir die Synergien, die insbesondere aus der Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Baden und der Abteilung Ökumene und Partnerschaften entstehen: So beteiligte sich die evangelische Landeskirche aktiv am Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit sowie am Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden. Mit dieser Fachgruppe legt die Landeskirche einen besonderen Schwerpunkt auf die sog. "Große Transformation". Ziel ist, als Akteur wirksam für eine ökologisch nachhaltige, gerechte und friedliche Welt einzutreten. Zum UN-Klimagipfel 2015 reisten wir in einer Delegation von fünf Kirchen aus Südwestdeutschland und dem Elsass nach Paris, um mit Vertretern der deutschen Verhandlungsdelegation zu sprechen und sich mit Klimazeugen und –Aktivisten aus Ländern wie Äthiopien, Bangladesh und den Philippinen auszutauschen. Wir beteiligen uns auch am ökumenischen Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“. Wie dieser Umbauprozess gelingen und welchen Beitrag die Kirche dazu leisten kann, das thematisierte 2014 die Tagung „Zukunft entdecken – Veränderung entwickeln. Große Werkstatt für unsere Landeskirche in Zeiten des Klimawandels“, die die Evangelische Landeskirche in Baden und die Werkstatt Ökonomie in Heidelberg organisierten. Im Juli 2018 hat im Rahmen der Fachgruppe Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden eine zweite Transformationswerkstatt in Bad Herrenalb stattgefunden. Innerhalb von zwei Tagen haben 80 Vertreterinnen und Vertreter aus zivilgesellschaftlichen Initiativen und Kirche hierbei gemeinsame Themen rund um Klimagerechtigkeit, Energiewende, Ökologie und Frieden besprochen und an konkreten Kooperationsprojekten gearbeitet.  

Chronik

2003 Die Landeskirche verabschiedet die Ökologischen Leitlinien für die Ev. Landeskirche in Baden
2004 Einrichtung der Geschäftsstelle Grüner Gockel.
2007 Start Energiecheck Sparflamme.
2009 Die Landessynode beschließt das Klimaschutzkonzept 2011-2020 und bewilligt den Finanzierungsplan für die erste 5-Jahres-Phase.
2010 Erweiterung zum Büro für Umwelt und Energie. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau finanziert dauerhaft zwei Stellen.
2011 Start Klimaschutzkonzept 2011-2020, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
2013 Die Landessynode bewilligt das Projekt "Hydraulischer Abgleich und Pumpentausch" 2015-2016. Die Klimaschutzinitiative verlängert die Förderung des Klimaschutzkonzepts um zwei Jahre bis 2015.
2014 Beteiligung an der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
2015 Die Landessynode bewilligt die zweite Phase des Klimaschutzkonzepts 2016-2020.
2016 Start des CO2-Minderungsprogramms
2017  Beteiligung an der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
2018  Einkaufsportal wir-kaufen-anders: Neue Partner ermöglichen Fortführung bis 2021

 

 

Dr. André Witthöft-Mühlmann

Quelle: Dr. André Witthöft-Mühlmann
Umweltbeauftragter der Evang. Landeskirche in Baden, Biologe
Zur Person:
Dr. André Witthöft-Mühlmann ist der Umweltbeauftragte der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er leitet das Büro für Umwelt und Energie (BUE) in der Abteilung Bau, Kunst und Umwelt im Evangelischen Oberkirchenrat und ist Ansprechpartner zu allen Klima- und Umweltfragen, zum BUE, zum Umweltmanagementsystem Grüner Gockel sowie zum Projekt Öko-fair-soziale Beschaffung.
Telefon: 0721/9175–840
Mobil: 0173 2049924
Telefax: 0721/9175-25840
Internet: www.kirum.org
Internet: www.ekiba.de/bue
 
CO2-Ticker

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

 Eingespart: -29%

BUE in Zahlen

Sparflamme 228
Energiebeauftragte 164
Avanti-Gemeinden 174
Heizungsoptimierung 103
Energiemission 8
Grüner Gockel 143
GG Einrichtungen 15
Pfarrgemeinden 642

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